Klimaerwärmung - entgleist der Diskurs?

  • Ich bin verwirrt.


    Unser DINKS-Haushalt verbraucht jährlich rund 1.200 KWh an Strom und ich war stets der Ansicht, dass das –gemessen am Durchschnittsverbrauch– recht überschaubar ist.


    Wir fahren mit unseren beiden Autos zusammen rund 50 Kilometer pro Monat im Durchschnitt. Wenn ich so überlege, tanken wir vielleicht vier bis sechs Mal im Jahr, meistens dann, wenn wir unsere Eltern oder entfernteren Freunde besuchen. Ich kenne die Spritpreise nicht wirklich. Allenfalls beobachte ich an den Finanzmärkten den Kurs des Ölpreises.


    Ansonsten laufen wir -ja, tatsächlich- zur und von der Arbeit, wenn wir von unserem Home Office des Neuen Normals mal eine Ausnahme machen (müssen). Im Jahresschnitt sind wir -zugegeben beschleunigt durch die Corona-Pandemie, ein bis zwei Tage in der Woche im 'Real Life Office'. Früher fuhren wir mit der Straßenbahn, die in Nürnberg zu einer der teuersten in Deutschland gehört. Eine Einzelfahrt kostet 3,25 EUR (online 2,75 EUR) und ein Firmenabo rund 60 EUR, weil man zwar viele Dinge theoretisch nutzen könnte. Die Tarifzone des Innenstadttarifs ist so weit gefasst, dass man es entweder komplett buchen muss oder es eben sein lässt. Flexiblere Tarife für das Neue Normal gibt es (noch) nicht. Für den Einzelpreis von drei Stationen komme ich von Berlin aus locker nach Potsdam. Und für ein Tagesticket könnte ich mit dem Bus auch alternativ nach Prag fahren. So haben wir das Monatsticket aufgekündigt und laufen (wenn man uns ruft) ins Büro.


    In den letzten Jahren waren wir überwiegend mit der Bahn oder mit dem Reisebus im Urlaub, in Deutschland, Österreich usw.. Fernreisen haben wir so gut wie nie gemacht. 'So gut' deshalb, weil meine Lebensgefährtin 1x mit Anfang Zwanzig in den Staaten war. Zwei Mal waren wir im Mittelmeer auf einer Kreuzfahrt unterwegs. Und zwischen dem 25ten bis 30ten Lebensjahr waren wir eine zeitlang 'Frequent Traveller' bei AirBerlin. Flugreisen waren zu der Zeit sehr günstig und wir flogen viel. Dank des AirBerlin Adventskalenders, über den man mal einfach so einen Hin- und Rückflug buchen konnte, die günstiger waren als ein One-Way-Ticket von Nürnberg nach Augsburg, und dann erst irgendwann später den Rest (Hotel, Programm) organisierte. So buchte man über die Adventskalenderangebote spontan 4-6 Hin- und Rückflüge, zigfach nach Hamburg, Berlin; nach Salzburg, Wien, Nizza, Paris, Mallorca, Mailand usw., die man dann halt routiniert 'abarbeitete', neben den 'normalen' Mittelstrecken-Urlauben im Jahr dazwischen. Je nachdem, was damals der Dispo und die finanzielle Zuversicht eben hergaben. Und ja, wir waren mehrmals knapp vier Wochen mit unserem Opel Corsa 1.2 (den wir zwanzig Jahre fuhren - 'Opel, der Zuverlässige' halt) auf Roadtrips durch Frankreich, Spanien und Italien unterwegs und besuchten nahezu alle Städte an der französischen Mittelmeerküste. Oder das Landesinnere, wo wir beispielsweise in Carcassonne, Straßburg, Verdun, Tarifa, Cadiz, Jerez oder im Dali-Museum landeten. Das damals, wollte man wie 'Gott in Frankreich' speisen und trinken, was wir ungeniert taten, soviel kostete, wie ein zweiwöchiger Karibikaufenthalt, über den manche gerne mal prahlten. Wenn man schon in Frankreich an einem lauen Sommerabend im Restaurant außen sitzt, dann schon richtig. Eine gut gekühlte Weinschale mit einer passablen Flasche Wein und klimpernden Eiswürfeln darin war immer dabei. Und die Stimmung euphorisch, ja schon mondän (gemessen an unseren damaligen Einstiegsgehältern, was man meistens danach schmerzhaft spüren musste, kam man doch schnell wieder in die erdende Realität zurück). Ziemlich bekloppt aus heutiger Sicht. Aber es war phasenweise unser Ding. An die 'verwegenen' Roadtrips können wir uns noch heute (fast) an jeden Tag und an noch so kleine Einzelheiten erinnern, was man von den Standardurlauben nicht gerade sagen kann. Wie auch an die Tonnen kulinarischer und anderer Souvenirs, die wir mitnahmen, zum nächsten Ziel, Strandstopp, Hotelgarage, Parkplatz und nach Hause, wo der kleine Corsa ohne Klimaanlage schon stoßdämpfertechnisch an seine ersten Schmerzgrenzen kam. Damit wir unseren Urlaub noch wochenlang danach 'gedanklich reaktivieren' konnten. Fernreisen waren nie so unser Ding. Wir wollten zunächst Deutschland und Europa besser kennenlernen, und das haben wir (ansatzweise) getan. Wenn auch nicht komplett. Europa ist groß und vielseitig. Fernreisen tun wir mit ARTE- oder Weltspiegel-Dokumentationen. Und ich freue mich über die Einblicke in die unterschiedlichen Lebensmodelle, die mir meine internationalen Instagram-Kontakte gewähren.


    Heute ist es etwas ruhiger geworden; schon vor Corona. Mittlerweile genießen wir die Ruhe auf Wanderungen lieber als das hektische Treiben eines ausgeprägten Roadtrips. Weil es Entschleunigung bietet, ja garantiert, was im Alltag zunehmend schwieriger geworden ist. Städtekurztrips machen wir nach wie vor noch gerne. Oftmals entscheiden wir uns für die entspannte Anreise mit der Bahn oder mit einem Reisebus. Auch weil man schon während der Fahrt viel entdecken kann, blickt man aus dem Fenster.


    Ich denke, dass sich unsere Energiebilanz insgesamt dennoch sehen lassen kann, sind wir doch ab Mitte der Dreißiger ein 'kleinwenig' spießig und normal geworden. Mein Technik- und Fotografie-Hobby? Ja es stimmt – ich update meine Geräte häufig. Nachdem ich sie sehr pfleglich behandle (was in meinem Bekanntenkreis derweilen zu Running Gags führt), versorgen diese jahrelang einen glücklichen Zweitmarkt. Und oft passiert das bei meinen Freunden und Bekannten, so dass ich das beurteilen kann.


    Die Klima- und 'Fridays for Future'- Bewegung beobachte ich schon länger.


    Am Freitagabend habe ich mir bei YouTube eine Aufzeichnung einer Podiumsdiskussion angesehen. Zwei 'Umwelt-/Klimaaktivisten', die über einen Hungerstreik ein Gespräch mit Olaf Scholz errangen, diskutieren über das Klimathema. Ich habe mir das Format unvoreingenommen einen ganze Stunde lang wohlwollend angesehen. Weil ich tiefer ergründen wollte, was die Jugend so umtreibt. Zu jungen Leuten habe ich für gewöhnlich einen guten Zugang, was wohl daran liegt, dass ich mich ohne eigene Kinder immer noch (zu) jung im Geiste fühle (,sofern kein Spiegel in der Nähe ist, bei dem die Einschätzung wackeln könnte).


    Ich war fast schon schockiert. Es hat keine fünf Minuten gedauert, bis aus dem verabredeten Dialog ein regelrechter Disput entgleiste. Zwei junge Menschen tadelten Olaf Scholz offensiv, teilweise im Grenzbereich des Anschreiens, und fielen ihn phasenweise mit emotionalen Ausbrüchen ins Wort. Die eine bedauerte, 'das Leben altersgemäß nicht in vollen Zügen genießen zu können', was bedeute, 'keine Reisen, keine Party und keine unbeschwerte Zeit'. Stattdessen müsse sie 'ihre Jugend für die höhere Sache des Klimaschutzes opfern, was sie zunehmend erschöpfen würde'. Der andere malte diverse Szenarien einer milliardenstarken Völkerwanderung aus, dass es bald in Berlin viele Klimatode geben würde und wir Angst um Nahrung erleben müssten'. Nahe den Tränen in den Augen klagte er Scholz an, was er seiner imaginären Tochter in der Zukunft 'sagen solle, wenn diese ihn irgendwann tief in die Augen blickend fragen würde, weshalb er nichts getan habe'? Im späteren Verlauf sprach er Scholz eine theatralische Warnung aus, dass die Jugend vor nichts mehr zurückschrecken würde, auch wenn der Ausgang (wie seine Mitstreiterin ergänzte) auch ins Gefängnis führen würde. Er stellte Scholz quasi ein Ultimatum von 3-4 Jahren.


    Lösungsansätze gab es natürlich im Gegenzug zu den Anklagen nicht von den jungen Leuten und egal, was Scholz auch sachlich vermitteln wollte - oftmals konnte er seine Sätze gar nicht zu Ende bringen. Da er von seiner Gesprächspartnern und mal überraschend von der für die Klimaaktivisten kurzzeitig parteiergreifenden Moderatorin in die Zange genommen worden ist. Medien für ihre Zwecke nutzen – das können sie jedenfalls.


    Was mich an diesen Diskussionen sehr stört ist, dass junge Menschen scheinbar nicht begreifen können oder wollen, dass Deutschland alleine nicht die Welt retten kann – mit seinem 2%-Anteil am Klima-Problem. Und auch nicht, dass Menschen in armen Staaten länger brauchen werden als die Industriestaaten, um sich bei den verabredeten Klima-Zielen zu bewegen, trotz der erwarteten '

    Klippeneffekte'. Politik ist das Ausloten von Möglichkeiten in einem Umfeld vielfältiger und unterschiedlicher Positionen. Dass das auf internationaler Bühne mit verschiedenen Kulturen und Wohlstandsniveaus nochmals eine ganz andere Liga ist, wollen sie einfach nicht verstehen. Deshalb ist Scholz -stellvertretend- für alle Politiker der letzen Jahrzehnte der Buhmann, der es sich 'zu bequem' mache. Scholz versuchte zu erklären, wie schwierig es ist, Lösungen zu entwickeln, dass man jedoch schon einiges erreicht habe, und dass es eben Deutschlands Beitrag mit seinem 2%-Anteil sei, mit Transformationslösungen eine Alternative aufzuzeigen, die im Best Case anderswo nachgefragt und/oder nachgeeifert werden würde.


    'Menschen sterben Herr Scholz', folgte ein Zwischenruf und 'Deutschland fördere Gas-Fracking (und im weiteren Sinne Menschenrechtsverletzungen) im Ausland, während es in Deutschland verboten sei', Greenwashing also. Dass der Anteil an Fracking verschwindend gering ist, auch hier: 'Sie geben es nicht zu, sagen Sie es nur einmal, dass Menschen sterben Herr Scholz'. So in etwa war der Grundton im Diskussionsverlauf.


    Ich habe manchmal den Eindruck, dass die von der deutschen und europäischen Jugend geführte Klima-Debatte vor allem eine egozentrische und egoistische ist. Es scheint am Ende des Tages nicht im Kern um den vietnamesischen Reisbauern zu gehen, der sich nach Wohlstandsteilhabe sehnt. Oder um afrikanische Krisenregionen, wo oft der Hunger den Alltag bestimmt. Es scheint vielmehr darum zu gehen, die Angst vor dem eigenen Wohlstandsverlust in einen ideologischen Aktivismus zu kanalisieren und diesen als Kampf für die gute Sache zu vermarkten; oder damit die eigene Vita gut für Kommendes zu positionieren. Erschöpfung und Zukunftsängste. Bei zwanzigjährigen Aktivisten, die vermutlich noch nichtmal in ihren Ferien bei einer Inventur angeheuert haben, um etwas Zubrot für ihr knappes Taschengeld zu verdienen. Oder Zeitungen bei Wind und Wetter austrugen. Die sich wohl behütet in einem warmen und bedürfniserfüllenden Zuhause entspannt entwicklen konnten, mit Servicefahrten zur Schule, zum Ballet-, Klavierunterricht oder zum Kino inklusive. Und mit Technikgeschenken zu den bekannten Feierlichkeiten regelmäßig beseelt werden. Um sich dann mit dem freundlichem Sponsoring der Eltern und Großeltern erst mal zwischen Abitur und Studium (wo Auslandsaufenthalte zum Must-have des Lebenslaufs gehören) für ein Jahr nach Australien, Neuseeland und/oder Südamerika aufmachen, um sich selbst zu finden (was oft nicht gelingt). Quasi der 'Goldstandard' heutzutage. Das scheint bei der Klimadebatte auch keine nennenswerte Rolle zu spielen. Unsere Generation war bei der Bundeswehr oder im Zivildienst. Oder machten ein freiwilliges soziales Jahr. Da kam ein Brief, 'Sie finden sich dann und wann dort und dort ein, ..., den Rest bekommen Sie schon noch mit. Basta'. Oder die Abschlussfahrt nach ... . Da ging es bei uns überschaubarer zu.


    Manchmal frage ich mich, wer die Kinder -das sind sie für mich- eigentlich so ideologisch aufgeheizt hat, dass sie teilweise schon an der Schwelle der Radikalisierung stehen? Weshalb sie so respektlos Debatten führen? Für sich das Recht herausnehmen zu glauben, sie verstünden die Welt und hätten den 'Löffel der Wahrheit' gefressen? In Nürnberg gab es vor einiger Zeit auch Fridays for Future Demonstrationen und -Züge. Aus dem Büro konnte ich beobachten, dass sich unter den jungen Leuten erstaunlich viele Menschen untermischten, die graue Bärte oder Haare hatten. Sei es die Atomgegner-Lobby, die Alt-68er, die Bio- und Weltläden-Fraktion usw.. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, was ich meine. Nicht, dass ich nicht auch häufig in Bioläden einkaufen würde oder gewisse Standpunkte nicht nachvollziehen könnte - versteht mich da nicht falsch. Interessant finde ich jedoch, weshalb die Aktivisten nicht auch mit Russland oder China in die Diskussion gehen wollen und sich alles gefühlt in Deutschland fokussiert. So klar ist es mir nicht, weshalb das so ist.


    Ähnliche Debatten-Stile erleben wir auch bei anderen Themen (Rente, Gender, usw.). Lösungen auf Basis eines gesellschaftlichen Gleichgewichts zu entwicklen, scheint nicht mehr gefragt. Die eigene Meinung ggf. radikal durchzusetzen ohne Rücksicht auf andere Interessen und Bedürfnisse und es als gesellschaftlichen Diskurs zu vermarkten - es scheint ein nachhaltiger Trend geworden zu sein. Eine Entwicklung, die mich nachdenklich stimmt.


    Scholz konnte einem fast leid tun, auch als Vertreter anderer politischer Positionen. Er war bemüht und aus meiner Sicht im Hinblick auf das Vorgeworfene und den fraglichen Tonfall der jungen Leute sehr beherrscht.


    Soweit meine Gedanken dazu.


    Hier ist die aufgezeichnete Diskussion auf YouTube:

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    Mich würden Eure Gedanken dazu interessieren.

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  • Hi

    Unser DINKS-Haushalt verbraucht jährlich rund 1.200 KWh an Strom und ich war stets der Ansicht, dass das –gemessen am Durchschnittsverbrauch– recht überschaubar ist.


    Wir fahren mit unseren beiden Autos zusammen rund 50 Kilometer pro Monat im Durchschnitt.

    Unter 1200kw/h zu kommen ist nur schwer möglich. Einen gewissen Grundbedarf hat ja jeder Haushalt, ausser man verzichtet auf Kühlgeräte, liest Abends Lyrik und Prosa oder rezitiert Gedichte.

    Gegen die 50km bin ich ne wahre Umweltsau ^^

    Heute ist es etwas ruhiger geworden; schon vor Corona. Mittlerweile genießen wir die Ruhe auf Wanderungen lieber als das hektische Treiben eines ausgeprägten Roadtrips. Weil es Entschleunigung bietet, ja garantiert, was im Alltag zunehmend schwieriger geworden ist. Städtekurztrips machen wir nach wie vor noch gerne. Oftmals entscheiden wir uns für die entspannte Anreise mit der Bahn oder mit einem Reisebus. Auch weil man schon während der Fahrt viel entdecken kann, blickt man aus dem Fenster.

    So ist es bei uns auch, Fernreisen mochte ich noch nie wirklich, man lebt lokaler wenn man das so sagen kann. Und es gibt so viele schöne Fleckchen innerhalb des Landes oder in angenzenden Gebieten, da muss ich nicht eine Woche lang gehetzt die Route66 langdröhnen. Wir fahren allerdings eher mit der Benzinkutsche zu den Zielen.


    Zwei 'Umwelt-/Klimaaktivisten', die über einen Hungerstreik ein Gespräch mit Olaf Scholz errangen, diskutieren über das Klimathema. Ich habe mir das Format unvoreingenommen einen ganze Stunde lang wohlwollend angesehen. Weil ich tiefer ergründen wollte, was die Jugend so umtreibt. Zu jungen Leuten habe ich für gewöhnlich einen guten Zugang, was wohl daran liegt, dass ich mich ohne eigene Kinder immer noch (zu) jung im Geiste fühle (,sofern kein Spiegel in der Nähe ist, bei dem die Einschätzung wackeln könnte).


    Ich war fast schon schockiert. Es hat keine fünf Minuten gedauert, bis aus dem verabredeten Dialog ein regelrechter Disput entgleiste. Zwei junge Menschen tadelten Olaf Scholz offensiv, teilweise im Grenzbereich des Anschreiens, und fielen ihn phasenweise mit emotionalen Ausbrüchen ins Wort.

    Ich darf dazu nicht öffentlich schreiben, was ich über solche selbsternannten Aktivisten denke. Vermutlich wäre das strafrechtlich relevant. Nur soviel: Ich verabnscheue alles radikale, ob es links, rechts, oder Klima, oder auch <hierbeliebigesThemaeinsetzen> ist.

    Die eine bedauerte, 'das Leben altersgemäß nicht in vollen Zügen genießen zu können', was bedeute, 'keine Reisen, keine Party und keine unbeschwerte Zeit'. Stattdessen müsse sie 'ihre Jugend für die höhere Sache des Klimaschutzes opfern, was sie zunehmend erschöpfen würde'.

    Also wenn ich mir dem seine Altersgenossen so im allgemeinen ansehe kann ich das kaum unterschreiben. Nein, eher gar nicht. Das ist selbstgewähltes Schicksal. Jammern also unangebracht. Wie wäre es denn wenn er mal mit seinen Argumenten nach Neukölln oder Frankfurt fährt und das mit Ali ausdiskutiert, der grade seinen AMG63 volltankt? Wird er nicht machen, und wir alle wissen vermutlich warum....


    Und das ist auch die Antwort auf die Frage, warum man sich Scholz oder wen auch immer als Persona non grata aussucht, und nicht nach Peking fährt um dort zu demonstrieren. Letzteres würde unsere Probleme mit dieser Personengruppe schnell lösen, dort diskutiert man nicht lange. Siehe Klimakonferenz, man erscheint erst gar nicht.

    Mein Technik- und Fotografie-Hobby? Ja es stimmt – ich update meine Geräte häufig. Nachdem ich sie sehr pfleglich behandle (was in meinem Bekanntenkreis derweilen zu Running Gags führt), versorgen diese jahrelang einen glücklichen Zweitmarkt.

    Das habe ich nun ganz nach unten kopiert, denn es ist die Antwort auf diese jungen Leute: Ich denke nämlich nicht dass die ihre Verabredungen über Social Media (welch Technikbedarf und Energiebedarf dahintersteht) mit ihrem neuen Smartphone (mal drüber nachgedacht wo das herkommt und wo die Rohstoffe dafür hergenommen werden) überdenken. Mit dem Finger auf andere zeigen ist ja so einfach. Sollen doch die mal machen.


    Nachdem Klima etwas globales ist, und ich persönlich nicht verhindern kann dass der letzte LIter Öl dieses Planeten gefördert und verbrannt wird, habe ich mich dafür entschieden mein Leben einfach normal und nach meinen Wünschen dahingehend weiter zu leben. Ich hab ne Guerilla-PV auf der Dachterasse und flieg nicht drei mal im Jahr auf die Malediven. Dafür tanke ich den V8. Und ganz ehrlich: Ich jage lieber hier einen Liter Sprit durch den Katalysator als dass das der Inder in seinem ungesäuberten TucTuc tut.

    Wir im kleinen Deutschland werden den Klimawandel nicht aufhalten. Nicht mit unseren Maßnahmen und nicht über unseren Geldbeutel, wenn wir täglich mehr auf diesem Planeten werden, und damit mehr die nach unserem Wohlstand streben.


    so long

    Martin

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  • Beitrag von Hightower ()

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  • Es ist richtig und wichtig, unsere Umwelt zu schützen.


    Die Art der Diskussion (angeführt von einer autistischen ungewaschenen Göre ohne jegliche Lebensleistung) ist komplett daneben und wenig zielführend. Was die Deutschen sich wieder anmaßen, die Weltpolizei spielen zu müssen, mit Verboten und viel Polemik agieren zu müssen.....wir müssen stark aufpassen, dass es nicht kontraproduktiv wird.


    Schade um das Thema, schade um alle, die wirklich etwas bewegen wollen.

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

    Georg Christoph Lichtenberg

  • Die Gesellschaft radikalisiert sich leider zunehmend. Eine oft kleine Gruppe "kämpft für die gute Sache" und versucht "den anderen (Bösen)" Dinge aufzuzwingen. Diese Minderheit ist oft sehr sehr laut, insbesondere in den sozialen Medien.


    Dieses betrifft nicht nur die Klima-Diskussion, sondern auch andere Themen wie Veganismus, Gendern, Covid-Querdenker bis hin zur Relegion, die dann sogar zu Gewalttaten im Namen Gottes führen. Diskussionen und das Auseinandersetzten mit, sowie Toleranz und Verständnis für die Argumenten der Gegenseite haben ausgedient. Bist Du nicht für mich, dann bist Du mein Feind.


    Traurige und schlimme Entwicklung. Leider weiss ich nicht, was man gegen diesen Trend unternehmen kann.

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  • Es wäre schon viel geholfen, wenn sich die Mainstreammedien nicht diesen Trends anschliessen würden. In den sozialen Medien erlebe ich in letzter Zeit öfter, dass solche Radikalgruppierungen bloßgestellt werden und sich dann in ihre Ecken verziehen. 3 Nazis sind in ihrem Hinterzimmer der Eckkneipe auch nicht schlimm. Die erträgt das Land.


    Schlimm wird es wenn solche Leute einem dann das neue Deutsch vorschreiben wollen, damit er/sie/es sich nicht benachteiligt fühlen.


    Beim Thema Klimawandel kann ich eine sachlich geführte Grunddiskussion ja noch verstehen, weil das betrifft jeden.

    Wegen 0,5% unentschlossener Geschlechtsproblemträger in der Bevölkerung lassen sich aber die restlichen 99,5% gängeln oder umerziehen. So gehts nicht, meine lieben unentschlossenen! Dabei wird immer gerne falsch verstanden, dass ich jemanden benachteilige, weil mich sein Problem nicht interessiert. Das tue ich eben nicht, im Gegenteil. Dasjenige soll einfach machen was es will. Ob die nun Männchen, Weibchen oder sonstwas (schreibt man das in dem Kontext groß?) sind interessiert mich nicht, genausowenig ob einer geimpft ist oder nicht. Die Wertschätzung lautet dass ich dasjenige als Mensch akzeptiere wie es ist. Mir nur bitte vorher Bescheid sagen, nicht dass ich das Thailandtypische Shemaleproblem bekomme, da hab ich keinen Bock drauf.


    Wir haben schlicht gesagt größere Probleme wie Genderismus, Veganismus und sonstige Befindlichkeiten einzelner. Und jetzt steinige man mich.

  • Ich wäre da für das 'provokative Entzaubern'.


    Zum Beispiel Regierungsbildung mit Beteiligung der AfD, die z. B. den Staatsminister für Migration, Flüchtlinge und Integration stellen müssen, wollten sie mitregieren. Oder Arbeits- und Sozialministerium (was auch für die Linke gelten würde). Oder das Amt des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer. Oder den Linken das Verteidigungsministerium, um einen internationalen Konflikt zu managen oder das Innenministerium:


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    Oder die Grünen als Umwelt- oder Klimaminister, die ihre Klimaziele erst mal international verhandeln müssen. Oder als Außenminister mit Russland, China oder der Türkei verhandeln sollen. Es gäbe da etliche weitere süffisante Beispiele.


    Das würde wohl am besten funktionieren. In Nullkommanix würde sich da ein gewisser Realismus einstellen. Denn mit ihren flotten Sprüchen kämen sie da nicht weit. Sie müssten liefern. Was nicht funktionieren würde. Wäre sicherlich lustig, das zu beobachten. Mit den Grünen wird es wohl auch so kommen. Die haben jetzt schon ein Gas-Übergangsproblemchen und haben noch nicht mal die Regierungskoalition stehen. Um am Ende der Regierungszeit kommt dann so ein Pflaschenpfand-Evergreen heraus, wie bei Trittin. Wie hoch waren da damals noch die Pläne zu Beginn der Koalition gesteckt?


    Da war die Neubauer schlauer, als Kaeser ihr einen Aufsichtsratsposten anbot, und sie ablehnte. Dann wäre sie auch schnell entzaubert worden. Interessant finde ich, dass die familiäre Verknüpfung (von Neubauer und Ihrer Verwandten Carla) mit Reemtsma, das an diversen Immobilien- und Schifffahrtsgesellschaften beteiligt ist, so gar keine Rolle in ihrem Klimakampf spielen. Und, dass da der Ball so flach gehalten wird. Sollen sie die Schiffe ihrer Familie erst mal auf Solarantrieb umstellen bzw. medienwirksam ihre Familien öffentlich und mit groß-angelegten Zukunftsdemos dazu auffordern – als gutes Beispiel, Vorbild und als kleinen Beitrag für das Weltklima.


    Wie auch bei Thunberg. Die ist kein einfaches Mädchen von Nebenan. Kind einer Opernsängerin und eines Schauspielers. Professionelle Medienkontakte, ein sehr gutes Netzwerk und Vermarktungs-Know-how par excellence. Wäre ich frech, könnte man es auch ein Small Business nennen.

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  • Ich wäre da für das 'provokative Entzaubern'.

    Das ist ja in der Schweiz Realität. Dort gibt es den Bundesratals «oberste leitende und vollziehende Behörde des Bundes». Er besteht aus sieben gleichberechtigten, von der Vereinigten Bundesversammlung fest auf vier Jahre gewählten Mitgliedern. Dieses Gremium ist sozusagen das Staatsoberhaupt. Die Mitglieder werden zwar gewält, aber es gilt die Zauberformel angewendet um möglichst viele verschiedene Parteien, Minderheiten und gesellschaftliche Gruppen in einen Prozess einzubeziehen und Entscheidungen durch Herbeiführung eines Konsenses zu treffen.


    Wenn die SVP mal wieder gegen "Bundes-Bern" wettert, wird von den politischen Gegnern auch immer wieder erwidert, dass sie doch auch im Bundesrat vertreten sind.

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  • Weshalb löscht Du eigene Beiträge, um dann neue zu platzieren? Ging die eigene Courage flöten oder was ist der Grund dafür?


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  • Der eigentliche Artikel steht hinter einer pay-Wall, aber der einleitende Text ist auch schon interessant.

    Werden die Klimaproteste militant, wenn sie ohne Wirkung bleiben? Ja, aus Notwehr, warnt der langjährige Aktivist Tadzio Müller. Ob sich daraus eine Untergrundbewegung entwickle, habe die Gesellschaft in der Hand.

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